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Die Anfertigung einer Ikone ist nach der Spiritualität der Ostkirche ein durch Gebet begleitetes Tun, wobei das Gebet vor allem dem künftigen Besitzer gilt, aber auch den Menschen, die ihm wichtig sind: dass die Ikone denen, die sie betrachten, gut tun möge.
Die Tradition gibt dazu den verschiedenen Arbeitsschritten passende Meditationsthemen bei:
(1) Kreidegrund Leben braucht ein Fundament (2) Vergoldung die Herrlichkeit Gottes (3) dunkle Farben wer zum Licht gelangen will, darf dem Dunkel nicht ausweichen (4) Licht und Aufhellung der Weg des Menschen ist ein Weg vom Dunkel zum Licht (5) Gesichter Gott und die Heiligen sind lebendige Personen (6) Beschriftung der Segen des Malers für sein Bild
Sr. Antje fertigt die Ikonen mit den alten handwerklichen Methoden:
- Auf eine Massivholzplatte wird zur Stabilisierung ein Tuch aufgeleimt, darüber kommt die Grundierung aus Hautleim und Kreide, die in 8-10 dünnen Schichten aufgetragen wird. Die Vergoldung wird mit Blattgold (22 Karat) vorgenommen. - Für die Farben wie die Eitemperafarbe aus Eigelb und Pigmenten täglich frisch angerührt. Der Schlussfirnis ist aus Mastix (Naturholz aus Griechenland) selbst angesetzt.
Ausbildung / Referenzen:
- Durch die ökumenischen Kontakte der Abtei Burg Dinklage hatte Sr. Antje nach verschiedenen Kursen in Deutschland und der Schweiz die Möglichkeit durch zwei längere Aufenthalte in einem griechischen Nonnenkloster im Jahr 2000 und in Athen 2003 ihr praktisches, spirituelles und theoretisches Wissen und Können in Bezug auf die Ikonentradition zu vertiefen. Eine Anerkennung des damaligen Bischofs von Theben und Levadia Jeronimos über die erfolgreiche Ausbildungszeit im Kloster Evangelistrias (Aliartos / Viotia) liegt vor. - Weiter war es durch Vermittlung von Prof. R. Thöle und dem konfessionskundlichen Institut des Evangelischen Bundes möglich, die Arbeiten der Ikonenwerkstatt bei der Kommission für kirchliche Malerei des Patriachates von Rumänien vorzulegen, welche die ausgezeichnete Qualität der Arbeiten attestierte.
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